Neue Werke

Hier möchte ich in unregelmäßigen Abständen die neuesten Auswüchse meiner Fantasie publik machen. Die Zeilen sind sämtlich unkorrigiert und bedürfen selbstverständlich noch der Feinjustierung ;-)
Sie sollen lediglich Lust wecken… munkelt man zumindest.

Das ?? Kapitel – insgesamt sind es sechs…sieben oder doch acht?
Und jedes in einem anderen Land; selbst die Personennamen sind nur Schall und Rauch…

Kapitel „DDR – IM“

Irgendwie fühlte sich der Besucher unwohl. Das lag noch nicht einmal an den völlig unterschiedlichen Gästen, die nicht nur extrem angeschickert wirkten, sondern es teilweise auch tatsächlich waren. Er beobachtete amüsiert, wie zwei männliche Gäste Arm in Arm (wie es sich gehörte) schwankend den großen Raum verließen und bei ihrem „Abgang“ die Terrassentür so stark zuschlugen, dass eine Scheibe klirrend zerbrach. Niemand achtete darauf, da sämtliche Anwesenden mit ihrem Nachbarn, dem gefüllten Glas in ihrer Hand oder auch zuweilen mit beidem beschäftigt waren.
Die Augen des Besuchers glitten aufmerksam über sämtliche Gäste, doch niemand achtete auf ihn. Blieb nur zu hoffen, dass dies in wenigen Stunden nicht viel anders war, wenn zumindest einer der Gäste ärztliche Hilfe nötig hatte. Er ging an einer kleinen Gruppe von Geschäftsleuten vorbei und nickte einer ihrer Begleiterinnen freundlich zu, die ihn mit aufgerissenen Augen zurück grüßte. Während er noch überlegte, ob die großen und strahlenden Augen der jungen Schönheit auf etwas andere Köstlichkeiten als Champagner zurückzuführen waren, bemerkte sein waches Auge einen Mann, der garantiert nicht zum normalen Besucherstrom gehörte. Teure Kleider machen nun mal nicht automatisch jeden Menschen auch zu einem guten Menschen. Und dass dieser nun wirklich nicht zu der letztgenannten Kategorie gehörte, bemerkte sogar ein Blinder mit Filzbrille. Der Besucher schätzte ihn ab und nahm sich vor, ihn nicht zu übersehen bei Aktionen welcher Art auch immer.
Jetzt näherte er sich langsam und geruhsam der Gruppe von Gästen, die er seit mehr als 30 Minuten nie gänzlich aus den Augen verloren hatte.
„Guten Abend, Dr. Schelling. Meine Damen…“ verbeugte er sich höflich vor den Anwesenden. Er ignorierte das fragende Gesicht des Herrn Doktor und wandte sich direkt an seine Begleitung, eine jüngere (er vermied bewusst, seine Gedanken das Wort ‚Dame‘ auch nur ansatzweise aussprechen zu lassen!) Frau, deren Zenit noch nicht ganz überschritten war und sagte mit all seiner Herzlichkeit, die er aufbringen konnte: „Gnädige Frau, Ihre Garderobe ist atemberaubend!“
Sie bedankte sich artig mit einer angedeuteten Verbeugung und der Besucher bemerkte plötzlich, als er ihre winzigen Krähenfüße sah, dass ihr Zenit vielleicht näher lag, als sie selbst ahnte. Er sprach ihren Begleiter an, der ihn argwöhnisch musterte: „Verzeihung, mein Name ist Dr. Fenner. Wir hatten uns letztes Jahr auf der Fachmesse in London kennengelernt. Dr. Fenner aus Frankfurt…“ insistierte er, als die Ratlosigkeit im Gesicht seines Gegenübers nicht wirklich geringer wurde.
„Frankfurt am Main…“
„Ach ja, natüüürlich!“
Die weibliche Begleitung klapperte hingebungsvoll mit ihren Augenlidern und Dr. Fenner fragte sich ganz automatisch, wie oft sie dies wohl schon trainiert hatte.
„Hatten Sie damals Glück mit Ihren Neukunden, den Brasilianern?“
„Nein, leider nicht. Anscheinend war ihr Budget doch etwas geringer als ihre Aussagen.“
Er wandte sich an die kleine Runde der Zuhörer und bemerkte plötzlich ein Aufblitzen in den Augen der weiblichen Begleitung. Zuerst glaubte er noch an seinen männlichen Charme, doch als er genauer hinsah, wurde er vorsichtiger. Diese Frau durfte er auf gar keinen Fall unterschätzen!
Die nächsten Minuten parlierte die Gesellschaft höflich vor sich hin, bis Fenner es durch sein Geplänkel schaffte, dass die drei anderen Teilhaber es für müßig fanden, sich an dem Gespräch zu beteiligen und das Weite suchten.
Er schaffte es, die Aufmerksamkeit von Dr. Schelling zu erlangen, indem er auf ein neues Produkt seiner Firma hinwies, das demnächst auf dem Markt erscheinen würde. Allerdings nur auf dem US-Markt; Distributoren für Europa würden noch gesucht. Er bemerkte mit Genugtuung das Aufblitzen in den Augen seines Gegenübers und fand sich nicht zu schade zu bemerken, dass gerade das Auffinden eines „Partners“ für den europäischen Markt der Grund für seinen Besuch in Deutschland sei.
Doch Dr. Schelling war zu clever, um sofort auf diesen Zug aufzuspringen und meinte vielmehr, dass man vielleicht in den nächsten Tagen ausreichend Gelegenheit habe, diesen Aspekt noch zu vertiefen. Man versicherte sich gegenseitig der besten Hochschätzung, tauschte die üblichen Karten aus und versprach, sich demnächst zu melden.
Als sich die drei trennten, hatte Dr. Fenner das untrügliche Gefühl, dass der Anruf seines Kollegen nicht lange auf sich warten lassen würde.

Und so war es auch; am nächsten Vormittag erreichte ihn ein Anruf von Dr. Schellings Sekretariat mit der Bitte um einen Termin. Den er allerdings aus zeitlichen Gründen ablehnen musste, da er die nächsten zwei Tage mit Terminen vollgestopft war. Aber – man ist ja flexibel – man einigte sich letztendlich auf einen Termin am dritten Tag, vormittags in der Hotellobby.

Die nächsten zwei Tage erledigte Dr. Fenner einige nicht aufschiebbare Arbeiten, besorgte einige ebenso unerlässliche Dinge für sein Vorhaben und begann, sich auf den Tag X vorzubereiten. Dass dieser etwas schneller kam als erwartet, war zwar erfreulich, doch nicht wirklich überraschend. Dr. Schellings Augen hatten beim Erwähnen ganz bestimmter Dinge ein überaus großes Ausmaß angenommen, so dass davon auszugehen war, das sein ‚Bemühen‘ um einen Termin nicht wirklich gekünstelt war.
Nachdem sie die obligatorischen Drinks geordert hatten, machten sie es sich in der Sitzgruppe gemütlich und schätzten ihren Gegenüber erst einmal ab.
Dr. Fenner eröffnete das Gespräch.
„Wie ich Ihnen bereits beim Empfang kurz mitteilte, sucht unser Konsortium für das neue Produkt einen qualifizierten Distributor für den gesamten deutschsprachigen Markt. Also Deutschland; Österreich, Schweiz sowie Teile von Luxembourg und Belgien. Allerdings erwarten wir von diesem hundertprozentigen Einsatz, um anfangs viele solvente Neukunden zu gewinnen. Wir bieten für die Erstgeschäfte 40% Profit und für das Folgegeschäft mit diesen Kunden 10% vom Nettowarenwert. Insgesamt also ein nettes Geschäft, zumal wir uns ebenfalls an Marketingmaßnahmen beteiligen. In welchem Rahmen, ist eine reine Verhandlungssache.“
Er brach ab und sah seinen Gegenüber erwartungsvoll an. Dieser schluckte kurz und für jeden ersichtlich und stellte die Gretchenfrage, auf die Fenner bereits wartete.
„Mit welchem Erstumsatz und Gesamtvolumen rechnen Sie?“
„Bei diesem Produkt und angesichts der Exklusivität rechnen wir mit etwa sechs bis acht Millionen Euro Erstumsatz. Dies alles selbstverständlich unter dem Aspekt des ‚Schätzens‘. Realistisch wäre natürlich auch ein Umsatz von zehn oder mehr Millionen…!“
Fenner beschloss rechtzeitig, etwaige Gesichtsentgleisungen seines Gegenübers nicht zu kommentieren. Trotzdem konnte er ein leichtes Schmunzeln nicht unterdrücken, als er die hektischen Bewegungen seines Gegenübers bemerkte, um seine trockenen Lippen zu befeuchten.
„Da wären natürlich noch gewisse Bedingungen unsererseits, die dieser Distributor erfüllen müsste.“
„Und die wären?“
„Eine gewisse finanzielle Solvenz, um mögliche Regressansprüche bereits im Vorfeld auszugrenzen und ein funktionierender und qualifizierter Vertreterstab. Wir würden auch unseren Chefchemiker für etwa zwei Monate abstellen für Schulungsmaßnahmen, wenn Sie sämtliche Reisespesen übernehmen.“
Er beobachtete amüsiert die Mimik seines Gesprächspartners und beschloss spontan, noch einen draufzusetzen.
„Wenn meine Partner einverstanden sind,“ hier stockte er kurz und blätterte in seinen Dokumenten, „dann könnten wir für den gleichen Zeitraum auch unseren Marketingdirektor aus den USA abstellen zur Schulung Ihrer Außendienstmitarbeiter. Selbstverständlich zu gleichen Konditionen wie für unseren Chemiker.“
„Das wäre natürlich exzellent! Aber dieser Aspekt kommt Ihrer Firma selbstverständlich auch Zugute. Sicher ist hier ein für beide Seiten einvernehmlicher Kompromiss möglich…“
„In diesem Falle,“ hier raffte Dr. Fenner seine Dokumente zusammen und betonte, „habe ich die Weisung, das Gespräch abzubrechen und Ihnen etwas Zeit zum Überlegen einzuräumen. Aber bitte nicht zu lange…“
Er stopfte seine Dokumente in sein Dokumentenköfferchen, schloss dieses und begann aufzustehen, wurde allerdings von Dr. Schelling daran gehindert, der ebenfalls aufsprang, ihn am Ärmel festhielt und beteuerte: „Wir können über alles reden, nur sollten wir das auch tun!“

„Sehen Sie,“ begann der Gast aus den USA und versuchte, die seinen Unterarm umklammernde Hand zu lösen, „wir haben nach langen Jahren der Forschung und dem Investieren Millionen von Dollars in die Entwicklung endlich ein Produkt auf den Markt gebracht, dass in seiner Art einzigartig ist. Die Freigabe der US-Kontrollen haben wir bereits, für den Europäischen Markt läuft die Überprüfung. Eine Distribution dieses Produktes ist wie eine garantierte Rente. Und Sie fragen nach Kompromissen…?“
Sein Gegenüber rieb sich die schmerzende Hand, während er überlegte. „Also gut. Auch wir müssen in die Zukunft investieren. Zum Beispiel neue, qualifizierte Außendienstmitarbeiter einstellen und ein komplett neues Vertriebsnetz aufbauen.“
„No risk – no fun!“
Dr. Sch. sah ihn erbost an, während seine Kinnbacken mahlten. „Was verlangen Sie generell?“
„Von Ihrer Geschäftsbank eine sichere Bankbürgschaft über die Summe, die Ihre Firma in den ersten drei Monaten an Waren von unserer Firma bezieht. Das dürften schätzungsweise zwei bis drei Millionen Euro sein. Sollten sich nach zwei Monaten neue Erkenntnisse und Zahlen zeigen, müssen wir neu verhandeln. Die Reisespesen unserer leitenden Mitarbeiter werden ebenfalls darin einfließen. Noch Fragen?“
„Vorerst nicht. Wie lange sind Sie hier vor Ort?“
„Ich fliege morgen nach Österreich, um mit einem Ihrer Mitbewerber zu verhandeln. Sie haben eine Woche Zeit, um mit Ihren Gesellschaftern alle wesentliche Details zu diskutieren. Am 24.September ist ‚dead end‘, wie wir zu sagen pflegen.“
„Erwarten Sie dann auch die Bankgarantie?“
„Die können wir später abwickeln, vor Unterzeichnung der Verträge.“
Beide sahen sich gegenseitig aufmerksam ins Gesicht und versuchten auszuloten, was sie möglicherweise vergessen hatten. Danach trennten sich die beiden Doktoren. Während der eine – Dr. Fenner – sich in das angrenze Restaurant verzog und ein ganz vorzügliches T-Bone-Steak verspeiste, eilte der andere sofort auf sein Zimmer, um für den nächsten Tag eine Gesellschafterversammlung seiner Firma einzuberufen.
So ging alles seinen gewohnten Gang bis zum vereinbarten Termin, eine Woche später. Sie trafen sich wieder im gleichen Hotel, diesmal jedoch in einem Konferenzraum, begleitet jeweils von ihren Rechtsanwälten.
Nach dem gegenseitigen Vorstellen hielt der Anwalt der US-Firma eine kurze Rede und verteilte danach die Seiten des bereits ins Deutsche übersetzten Vertrages an die deutschen Vertragspartner. Dr. Sch. und sein Anwalt vertieften sich in den mehrseitigen Vertrag und äußerten Zustimmung oder Ablehnung in kurzen, brummigen Lauten. Danach verzogen sie sich in eine vom Tisch weit entfernte Zimmerecke und diskutierten flüsternd einige Minuten lang.
Als sie zum Tisch zurückkamen, war die Miene des Anwalts neutral, während das Gesicht seines Klienten Anlass zur Sorge gab, so rot angelaufen war es.
„Nun, meine Herren… Alle Unstimmigkeiten ausdiskutiert?“ eröffnete der Amerikaner das Gespräch.
„Die wichtigsten Punkte schon!“ antwortete der Anwalt des Deutschen. „Die wenigen Unstimmigkeiten können wir sicher nach einer kurzen Unterbrechung klären. Wir würden uns gern für kurze Zeit zurückziehen, wenn Sie erlauben.“
„Selbstverständlich erlaube ich dies. Allerdings ohne Verträge! Diese Dokumente verlassen den Raum nicht. Es sei denn, unterschrieben.“
Er blockte die lautstark geäußerten Unmutsbeteuerungen ab mit der Bemerkung: „Sorry, aber das ist eine amerikanische Eigenart. Und die sollte jeder respektieren! Auch hier in Deutschland.“
Die beiden Deutschen entschuldigten sich und verließen das Konferenzzimmer. Der Anwalt des Amerikaners sah diesen eindringlich an, legte den Finger an die Lippen und schrieb anschließend ein Wort auf seinen Notizblock, den er Dr. Fenner zuschob. Dieser las, nickte zustimmend und zündete sich eine Zigarette an. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass Amerikaner vor langer Zeit die Wanzen überhaupt erfunden hatten, sicher war er allerdings nicht…
Eine Stunde später öffnete sich die Tür und beide Deutsche spazierten verhalten lächelnd herein. Der Anwalt des Deutschen begann: „Nach reiflicher Überlegung ist mein Klient gewillt, die Verträge zu unterzeichnen. Allerdings nach zwei oder drei nur unwesentlichen Änderungen im Vertragswerk.“
„Von welchen unwesentlichen Änderungen sprechen wir hier?“ begann der Anwalt des Amerikaners das Geplänkel, das nur der Anfang eines hitzig geführten Wortgefechtes für die nächsten zwei Stunden war. Letztendlich einigte man sich auf einige unwichtige Änderungen und diskutierte ebenfalls nicht mehr über eine Erhöhung des Provisionssatzes, wenn die Grenze von 10 Millionen Euro wesentlich früher als gedacht erreicht wurde. Danach verabschiedeten sich alle Seiten mit dem Versprechen, sich in 24 Stunden wieder zu treffen. Im gleichen Hotel, dem gleichen Zimmer und abgeänderten Verträgen. Bevor die Deutschen das Zimmer verließen, hielt Dr. Fenner seinen Gegenpart kurz am Arm fest und raunte ihm zu: „Glauben Sie nicht, wir sollten uns für morgen Abend nach Vertragsabschluss nicht noch eine kleine Party gönnen?“
Der Deutsche sah ihn freudestrahlend an und rechnete wohl im Kopf bereits seine eigenen Verdienste durch, als er erwiderte: „Selbstverständlich, ich kümmere mich gleich …“
„Nein, bitte nicht! Das ist unser Part. Laden Sie bitte etwa 10 Ihrer männlichen Geschäftspartner ein. Für etwa 22 Uhr, wenn es genehm ist.
Wir fangen mit einem opulenten Menü und mehreren Gängen an. Das Dessert ist jedoch der Höhepunkt…!“ Er zwinkerte unmißverständlich mit einem Auge und sah sein Gegenüber aufmerksam an.
‚Du kleiner, geiler Scheißer!‘ dachte er belustigt, während er die ungesunde rote Gesichtsfarbe seines Gegenübers betrachtete. Während dieser (völlig unbewusst) immer noch seine Lippen leckte und wahrscheinlich das Dessert bereits in vollen Zügen gedanklich genoss, erinnerte Dr. Fenner daran, bitte nur männliche Gäste auf seiner Liste zu berücksichtigen.
Dann verabschiedeten sich alle Beteiligten und trennten sich mit dem Versprechen, am nächsten Tag mit einem fröhlichen Liedchen auf den Lippen hier wieder einzukehren.
Dr. Fenner hatte es jetzt etwas eilig, denn immerhin hatte er die Hauptarbeit zu leisten: Er musste ein perfektes Abendessen, eine noch perfektere Party sowie einige Überraschungen organisieren. Und alles in weniger als 24 Stunden. Doch er hatte einige kleine Helferlein zur Seite, die in den nächsten 24 Stunden mehr als nur fleißig waren und einige Rekorde aufstellten.
Am nächsten Nachmittag führte Dr. Fenner sein wichtigstes Telefonat seit Jahren. Er lauschte dem Läuten am anderen Ende der Leitung, holte tief und vernehmlich Luft und wartete.
„Hallo, wer ist dran?“ hörte er die Stimme, die ihm jedes Mal, wenn er sie hörte, einen Kälteschauer über den Rücken gleiten ließ.
„Hier ist Dr. Fenner. Alles ist OK, wir treffen uns heute Abend zur Unterzeichnung und später noch zu einer kleinen Party.“
„Ist alles gelaufen, wie geplant?“
„Grundsätzlich schon, bis auf ein paar Änderungen.“
„Und das Finale?“
„Findet ebenfalls am geplanten Ort statt. Sie erhalten über unseren Kontakt eine Message, wenn alles erledigt ist.“
„Das finde ich vortrefflich. Sobald ich die letzte Message erhalten habe, geht die vereinbarte Summe auf das Konto. Plus einem kleinen Bonus für gute Arbeit. Und für eventuell auftretende Probleme. Danke für Ihre Mühe und viel Glück!“
Als Dr. Fenner das Telefon aus seiner Hand legte, entrang sich ihm ein tiefer Seufzer der Erleichterung. Was jetzt kam, war im Gegensatz zu den vorherigen Arbeiten und Mühen „Peanuts“. Er hatte eine gesunde Abneigung gegen dieses Wort, doch diesmal passte es so treffend.
Er tätigte noch einige Anrufe, machte einen Bediensteten des Hotels zur Schnecke, der etwas Wichtiges versäumt hatte und nahm anschließend ein langes, ruhiges Bad.
Ein paar Stunden später war es soweit. Dr. Fenner nahm seinen Aktenkoffer mit den geänderten Dokumenten, prüfte seine Fliege auf perfekten Sitz und verließ sein Hotelzimmer Richtung Konferenzraum. Er begrüßte die auf ihn bereits Wartenden und setzte sich auf den freien Stuhl inmitten der Gruppe. Dann verteilte er die Dokumente und bat um Überprüfung der abgeänderten Punkte. Während Dr. Sch. und sein Anwalt die Dokumente überprüften und sich sehr leise berieten, rührte er gedankenverloren mit einem silbernen Löffel in seiner Kaffeetasse und war glücklich darüber, dass jetzt alles vorbei war. Nun ja; fast vorbei!